Cremiger Käsekuchen!

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Ich hatte im Januar Geburtstag, damals habe ich Blondies für meine Arbeitskollegen gebacken. Leider ist unsere Azubine Laila allergisch gegen Nüsse, was mir erst einfiel als der Teig bereits im Ofen war. Also lief ich noch zum Bäcker um etwas ohne Nüsse zu kaufen. Das einzige was es gab war Apfelkuchen. Leider ist sie auch noch gegen Äpfel allergisch, eigentlich sogar gegen alles. Das war echt blöd, denn meine Weihnachtskekse konnte sie auch schon nicht essen und musste so zum zweiten Mal zuschauen, während alle anderen die Leckereien in sich reinschaufelten. Sie erzählte mir, das Käsekuchen immer ginge also versprach ich Ihr zum Geburtstag einen Käsekuchen zu backen.

Da sie während der Berufsschulzeit Geburtstag hatte musste ich nun warten bis sie wieder da war um ihr den Kuchen zu backen. Leider war ich an dem Tag krank und gestresst und so weiter, so dass der Kuchen einiges mitmachen musste bis ich ihn servieren konnte. Ich wollte ihn schon vor lauter Frust wegwerfen. Er schmeckte jedoch besser als er aussah.

Das alles Mögliche schief ging, kann man ja evtl. darauf schieben, dass es Freitag der 13. war!

Als erstes war ich, wie bereits erwähnt, richtig krank, dann funktionierte meine Waage nicht so wie sie sollte und ich hatte dadurch scheinbar zu viel Butter im Teig für den Boden. Dann klebte immer noch zu viel Teig am Stäbchen beim Gartest, so dass ich ihn länger backen musste. Ich wollte den Kuchen mit Alufolie abdecken damit er nicht zu dunkel wird, hab aber die Folie (ohne es zu merken) nicht ganz durch geschoben, weil ich Angst hatte, den Ofen zu lange auf zu lassen. Bei Käsekuchen ist das ja so eine Sache mit dem zusammen fallen.  Dann hab ich den Kuchen heiß in einen Korb gepackt und bin los zur Arbeit. Fast an der Bahn angekommen, überlegte ich ob ich den Ofen ausgemacht hatte oder nicht. Leider konnte ich mich nicht erinnern, also bin ich zurück gerannt um zu schauen. Natürlich war der Ofen aus und ich überlegte wie ich jetzt noch pünktlich bei der Arbeit ankommen konnte. Die einzige Möglichkeit war das Fahrrad. So belud ich also meinen Korb und brachte den Kuchen noch gerade rechtzeitig aber völlig durchgerüttelt zur Arbeit. Er hatte einen hübschen schwarzen Streifen (Da wo er nicht mit Alufolie bedeckt war) an einem Rand und war natürlich tatsächlich zusammen gefallen, aber er hat am Ende trotzdem echt lecker geschmeckt. Nämlich genau wie er sollte!

Normalerweise mache ich den Boden für Käsekuchen aus Keksen, Butter und Zucker. In diesem Fall allerdings wollte ich kein Nuss-Risiko eingehen. Also bastelte ich mir folgendes Rezept zusammen.

Zutaten:

Für den Boden: 200 g Mehl 100 g Zucker 1 P. Vanillin oder 1 EL Vanillezucker 125 g weiche Butter

Für den Teig: 125 g Butter 100 g Zucker 1 Prise Salz 6 Eigelb 1 P. Vanillin oder 1-2 EL Vanillezucker 80 g Mehl 500 g Sahnequark 250 g Créme Fraîche 6 Eiweiß

Zubereitung: Die Zutaten für den Boden ordentlich verkneten. Den Boden der Form mit Backpapier auskleiden, die Ränder einfetten und dann den Teig dünn in Form drücken. Siehe Foto

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Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Dann Butter, Salz, Vanillezucker und Zucker schaumig schlagen und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Das Vanillearoma hinzufügen und das gesiebte Mehl unterziehen. Dann den Quark durch ein Sieb drücken und zusammen mit dem Créme Fraîche zu den Eiern geben und die Masse gut durcharbeiten. Zuletzt das steif geschlagene Eiweiß unter heben.

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Die Quarkmasse auf den Boden verteilen und glatt streichen.

Den Kuchen ca. 1 ½ - 1 ¾  Std. backen. Relativ früh mit Alufolie abdecken wenn man den Kuchen nicht so dunkel haben möchte. Schaschlik Stäbchen in den Kuchen stechen und wenn nichts mehr flüssig ist und kleben bleibt ist der Kuchen gut.

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Tipp: Wenn man dem Eischnee, während des schlagens, etwas Zucker zufügt, bekommt er noch mehr halt!

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